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Projekt beendet: Zwei neue Armlehnen!

Es ist vollbracht! Das Projekt mit den beiden neuen Armlehnen, das ich vor knapp zwei Wochen mal in Angriff genommen hatte, ist beendet. Inzwischen weiß ich, dass das ein Ikea-Stuhl ist und dass man die Lehnen (mitsamt Rohren) evtl. als Ersatzteil bekommen hätte – aber mal ehrlich, so war der Spaßfaktor deutlich größer. Sowas selber zu entwickeln und herzustellen hat schon was. :-)

Nachdem nun BEIDE Lehnen fertig hier im Büro lagen, haben wir uns ans Werk gemacht und mit einer scharfen Klinge die alten Lehnen von den Rohren geschnitten. Davon haben wir ein paar Bilder im Video festgehalten:



So sahen beide Rohre hinterher aus:



Anschließend haben wir reichlich Klebstoff in die Sacklöcher der neuen Lehnen gefüllt und diese dann auf die beiden Rohre vom Stuhl gezogen. Fertig. Keine Magie und in wenigen Augenblicken war es vollbracht und daher braucht es auch keine großen Worte dazu. So sieht der Stuhl nun aus, fast wieder wie neu. :-)



Gedruckt sind die beiden neuen Lehnen übrigens aus dem Material TPU, einem thermoplastischen Elastomer. Einfach ausgedrückt: Eine Art Gummi, das man durch Erhitzen in eine neue Form bringen kann und das dabei elastisch bleibt. Die Lehnen lassen sich etwa genauso zusammendrücken wie die originalen Teile:



Natürlich muss es noch das Zeitraffer-Video vom Druck der zweiten Lehne geben. Auch wenn wir nun schon so lange mit dem Gerät arbeiten und der reine Vorgang des 3D-Druckes überhaupt kein Hexenwerk ist und sich mir technisch vollständig erschließt, so ist es eben doch immer wieder faszinierend, wie ein Objekt aus dem "Nichts" entsteht …


Ganz in weiß: Somalia

Unsere Nachbarn von der somalischen Moschee hatten dieses Plakat für ein gemeinsames Grillfest am vergangenen Sonntag aufgehängt. Darauf angekündigt wurden Gegrilltes, Getränke, Spielstationen, ein Quiz und allerhand Überraschungen. Eine ausgesprochen nette Veranstaltung also. Das "C+C" steht dabei übrigens für "Casariye iyo Cilmi", stammt aus dem Somalischen und bedeutet übersetzt so viel wie "Nachmittagssnack und Wissen" (oder "Kaffee & Bildung").

Etwas überraschend war allerdings für mich die Illustration auf dem Plakat: Sechs fröhliche Kinder spielen gemeinsam – aber kein einziges davon ist schwarz.

Natürlich muss auf dem Plakat einer somalischen Moschee keine amtlich festgelegte Quote somalisch aussehender Kinder erfüllt werden – aber ausgerechnet auf dem hauseigenen Aushang für ein somalisches Gemeinschaftsfest eine ganze Gruppe ausschließlich hellhäutiger Kinder abzubilden, ist zumindest bemerkenswert.

Das Motiv wirkt aber ohnehin sehr nach dem Werk einer Bild-KI. Vermutlich lautete die Vorgabe schlichtweg "fröhliche internationale Kindergruppe" oder so ähnlich. Daraufhin hat das Programm einmal großzügig in die weltweite Symbolbildkiste gegriffen – und dabei ausgerechnet die Region vergessen, um die es bei der Veranstaltung ging.

Diversität war also offenbar schon von den Machern des Aushangs bestellt worden, Somalia wurde dabei nur leider nicht mitgeliefert. :-P


Diebstahlsverhinderung durch direkte Ansprache?

Zum Füllerdieb hatte "AM" kommentiert:

Ich habe mal gelesen, dass in manchen Läden Kunden gegrüßt werden, nicht um freundlich zu sein, sondern um Ladendiebstahl vorzubeugen (da steht nicht extra jemand, sondern die Angestellten grüßen, wenn sie gerade dort zu tun haben).

Das direkte Anschauen und das freundliche "Guten Tag!" soll den Kunden signalisieren, dass man sie bemerkt hat und sozusagen im Auge hat. Das soll dazu führen, dass Diebe sich beobachtet fühlen und sich nicht trauen sich zu stehlen.
Wir versuchen eigentlich auch immer, alle Kunden wahrzunehmen und zumindest bei direkten Begegnungen im Laden wenigstens mit einem knappen "Moin" zu grüßen. Das haben wir schon immer gemacht, denn die Kunden sollen sich bei uns nicht nur wie anonymes Treibgut fühlen, das durch den Laden plätschert, sondern schon als persönlich willkommen.

Ob das direkte Ansprechen tatsächlich Diebstähle verhindert oder doch nur eine gefühlte Maßnahme ist, weiß ich nicht. Ob sich Leute bei uns in der Vergangenheit vom Diebstahl dadurch abhalten ließen, weiß ich ebenfalls nicht, aber bestätigen kann ich mit Sicherheit, dass schon so mancher "VP" auch nach dem "Moin" (und anschließender Betrachtung durch die Videoanlage) zum "LD" wurde.

Fast im Gegenteil sogar: Angesprochen und wahrgenommen werden angehende Ladendiebe erst so richtig gesprächig. Mit ausuferndem Smalltalk glauben sie wohl, besonders unauffällig zu wirken – aber das Gegenteil ist der Fall. Denn auch wenn wir viele Kunden persönlich begrüßen, darüber hinausgehende Gespräche (auch oberflächliche) führt man ausschließlich mit Kunden, die man schon länger kennt.
Wenn einem irgendein Typ, den man nicht kennt, plötzlich einen Blumenkohl ans Ohr quatscht, ist das nicht unauffällig, sondern für uns ein absolutes Warnsignal.

Also: Die persönliche Begrüßung und Wahrnehmung verhindert nicht mit Sicherheit jeden Diebstahl. Aber selbst wenn nur einer von zehn dadurch von seiner Tat absieht, ist es ein Erfolg. Und keine potentiellen Diebe, sondern normale, ehrliche Kunden zu grüßen, kann eigentlich auch nur positiv ausgehen.

Man kann damit also nur gewinnen. :-)

Andere Länder, andere Läden – 013

In fast jedem Supermarkt in Norwegen findet man lose Süßwaren zur Selbstbedienung. Von einfachem Fruchtgummi über Bonbons bis zu Lakritzspezialitäten findet man dort für jedes Leckermäulchen irgendwelche kalorienreichen Artikel.



Manchmal wird es auch so angeboten, ohne Spuckschutz, einfach offen mitten im Laden. "Nehmt euch, was ihr wollt", schreit dieses Gestell förmlich. In einem Nachsatz kommt noch ein vorsichtiges "wenn ihr euch traut und es euch nicht zu ekelig ist" an die deutschen Touristen. Wenn ich mir das Foto so ansehe, hätte ich keine Lust gehabt, zuzugreifen, aber offenbar scheint sich diese Art der Warenpräsentation zumindest in diesem Laden bewährt zu haben.

Appetitlich geht anders:


Rechtschreibprüfung machte Kaffeepause

Auf einem Plakat erreichte uns dieses kleine Meisterwerk der Silbentrennung: "Latte Macch-iato". Ein auch für italienische Verhältnisse durchaus kreativer Zeilenumbruch – aber vermutlich hatte der Grafiker einfach nur selber schon drei Latte Espresso XXL intus und hat wie ein Irrer unkontrolliert auf die Tasten seines Computers gehämmert. :-P


AIDA SuperSeptember 2026

SuperSeptember heißt: Traumreisen nach Nordeuropa – schnapp dir jetzt deinen Platz an Bord! Buchungen könnt ihr wie immer über mich auslösen und, pssssst, Blogleser bekommen noch einen Bonus. ;-)

Zum Beispiel die beworbenen 7 Tage Nordeuropa auf der modernen AIDA Nova ab Hamburg für nur 549 € pro Person. Direkt hier zu buchen oder persönlich bei mir. :-)


Der gute Kaufmann und die Social-Media-Agentur

Neulich bekam ich einen Anruf von einer Agentur, die sich auf Social-Media-Marketing für Supermärkte spezialisiert hat. Ich könne mehr Reichweite aufbauen, neue Kunden erreichen, unseren gesamten Internetauftritt professionalisieren und überhaupt allerlei Dinge tun, die sich in Power-Point-Präsentationen vermutlich sehr schön mit Diagrammen darstellen lassen, in denen die Pfeile und Balken überwiegend nach rechts und nach oben zeigen.

Weil ich nicht freudestrahlend sofort dem angebotenen Beratungstermin zustimmen wollte, und die ganze Sache eher zögerlich und kritisch anging, fiel irgendwann der Satz: "Sie sind doch ein guter Kaufmann, oder?"

Nun ja. Relativ. :-)

Das ist natürlich ein ausgesprochen geschickter Satz. Denn welche Antwort erwartet man darauf? "Nein, eigentlich wirtschafte ich hier seit über 25 Jahren schon vollkommen planlosherum und hoffe immer wieder neu, dass am Monatsende zufällig etwas Geld übrig bleibt"?

Natürlich bin ich ein guter Kaufmann. Und gerade deshalb würde ich irgendwann gerne über Zahlen sprechen.

Was die konkret für ihre Dienstleistung verlangen, weiß ich bislang nicht. Ließ sich auch nicht annähernd online herausfinden. Eine Firma aus Bremen, die eine ähnliche Dienstleistung anbietet, tut dies ab 990 Euro netto im Monat. Das ist für eine professionelle Social-Media-Betreuung sogar eher am unteren Ende dessen, was andere Agenturen öffentlich aufrufen.

Bei einer angenommenen Handelsspanne von 20 Prozent muss die Maßnahme also zunächst einmal 5000 Euro zusätzlichen Umsatz pro Monat erzeugen, damit allein die 1000 Euro Agenturkosten wieder hereinkommen.

Zusätzlichen Umsatz!

Nicht Umsatz von Leuten, die sowieso gekommen wären. Nicht Umsatz von Stammkunden, die zufällig auch ein lustiges Reel gesehen und auf "like" geklickt haben. Und auch keine theoretischen 5000 Euro in Form von "Reichweite", "Interaktionen" oder "Impressionen".

Ganz altmodische 5000 Euro auf dem Konto.

Aufs Jahr gerechnet wären das als mal eben 60000 Euro Mehrumsatz, nur damit die Marketingrechnung bei dieser (sehr vereinfachten) Betrachtung überhaupt wieder verdient ist. Bei rund 26 Öffnungstagen im Monat müssten also jeden einzelnen Verkaufstag knapp 200 Euro zusätzlicher Umsatz entstehe – ausschließlich durch die Social-Media-Kanäle herbeigeführt.

Erst ab da beginnt der Spaß, mit lustigen Videos bei Instagram oder TikTok überhaupt Geld zu verdienen. Und genau deshalb finde ich dieses "Sie sind doch ein guter Kaufmann?" so amüsant. Keiner würde die Frage mit "nein" beantworten.

Aber ausgerechnet ein guter Kaufmann sollte auf diesen Satz eigentlich antworten: "Ja. Deshalb zeigen Sie mir jetzt bitte, wie Ihre 1000 Euro jeden Monat mindestens 5000 Euro zusätzlichen Umsatz erzeugen – und zwar nachweislich und nicht nur theoretisch."

Follower sind nämlich eine wunderbare Sache. Views auch. Eine halbe Million Impressionen (die von der Firma sogar pro Jahr garantiert werden) sehen in einer Statistik bestimmt auch ganz super aus. Natürlich gibt es einige Supermärkte, die wirklich viele Follower haben und die echt fleißig sind und massig Content bei Insta raushauen. Aber …

Nur meine Lieferanten haben sich bislang hartnäckig geweigert, sich in Impressionen bezahlen zu lassen. Vielleicht sollte ich daran arbeiten. Und ehrlich: Ich glaube, die Arbeit hier auf der Fläche vor Ort ist viel, viel, viel mehr Wert, als jeder zum tausendsten Mal neu nachgespielte Gag. Meine Meinung, so als guter Kaufmann.

Übrigens: Besonders hübsch wird die Geschichte dadurch, dass die Agentur selbst bei Instagram nicht einmal 600 Follower hat. Vielleicht ist das ja Absicht. Ein guter Kaufmann verschwendet schließlich keine Reichweite am eigenen Unternehmen. :-)

Trennen für die Umwelt – aber …?!

Blogleserin Anne hatte eine Flasche Kefir der Edeka-Eigenmarke gekauft und war auf ein kurioses Zusammentreffen an Informationen auf dem Etikett besagter Flasche gestolpert: Zum einen befindet sich dort nämlich ein DPG-Pfandlogo, da ja auch Molkereiprodukte seit Anfang 2024 pfandpflichtig sind, zum anderen ist der Recyclinghinweis der Edeka zu sehen: Trennen für die Umwelt – Die Flasche gehört in die gelbe Tonne / den gelben Sack. Ja, was denn nun?!

Ich vermute, dass Anne recht hat mit ihrer Annahme, dass der Recyclinghinweis aus dem ursprünglichen Design der Kefir-Flasche entstammt und das DPG-Logo nur nachträglich eingefügt wurde, ohne über den Rest nachzudenken.

Praktischerweise ist die Folie sogar noch perforiert und lässt sich leicht abtrennen und dem Recycling zuführen. Unpraktischerweise befinden sich auf eben dieser Folie auch der Barcode und das DPG-Pfandlogo, anhand derer die Leergutrücknahmeautomaten die Kefir-Flasche als 25 Cent wertvolles Rückgabeobjekt erkennen.

Wer den Entsorgungshinweis also besonders gewissenhaft befolgt und die Folie gleich entfernt und alles in den gelben Sack (oder die gelbe Tonne) stopft, verwandelt seine Pfandflasche mit einem beherzten Ratsch in "wertloses" Plastik und kann die 25 Cent abschreiben.

Also bitte: Nicht auseinanderbauen, sondern so in den Leergutautomaten im Supermarkt eures Vertrauens stecken. Von dort wird das Material dann auch wieder dem Recycling zugeführt, ohne dass ihr das Pfandgeld verschenkt habt.

Vielen Dank an Anne für den Hinweis. :-)


SPAR-Express im Hauptbahnhof Hannover (2)

Blogleser Thomas hat mir dieses Bild des kleinen "SPAR Express"-Marktes im Hauptbahnhof von Hannover geschickt. Das wunderbare kleine Lädchen gab es hier vor rund elf Jahren schon einmal zu sehen und, so weit auf den Bildern zu erkennen, hat er sich seit damals kaum verändert. Nur die Eistruhe ist neu (aber immer noch von Langnese).

Vielen Dank für die Zusendung des Bildes .:-)

Für die große Ansicht auf das Bild klicken!

Eddieday (35)

Katze mit Sonnenbrile und Basecap. Kein Tier ist während der Dreharbeiten zu diesem Film zu Schaden gekommen, die Effekte hat das SPAR-Kind digital mit CapCut eingefügt. ;-)


KI-Bild: Aufrüsseln, bitte

Als Reaktion auf die "Aufrunden bitte!"-Aufkleber hatte Jakob in diesem Kommentar ein KI-Bild verlinkt, das ich auch hier unten in den Beitrag eingebunden habe. Der Haltbarkeit von irgendwelchen Cloud-Diensten traue ich nämlich nicht und bevor es für immer verschwunden ist, rette ich es lieber …

Der virtuelle "Aufrüsseln, bitte"-Aufkleber ist natürlich sehr süß und würde auch viel besser zum Thema Elefanten passen – aber wie Kommentator "bli" schon richtig vermutet hat: Verstehen das die Kunden?

Und noch mehr: Ist der Aufwand, solche Aufkleber produzieren zu lassen, die paar Cent wert, die da als Spende im Laufe der Zeit zusammenkommen? Da kann ich besser die Summe, die ich für den Druck der Aufkleber bezahlen müsste, direkt an den REA e.V. überweisen, das ist vermutlich um ein Vielfaches sinnvoller …

Aber das Bild ist trotzdem niedlich. :-)


Dynamische Einkaufsliste

Zwei Jungs im frühen Teeny-Alter waren einkaufen und hatten eine kleine Einkaufsliste dabei. Sie brauchten etwas Hilfe und hatten mich angesprochen. Kein Problem, dafür bin ich ja da.

Der Schrift nach hatten sie die Liste nicht selber geschrieben. Die einzelnen Posten legten sie recht dynamisch aus und auch ich konnte nicht hellsehen, so dass sich ein Fragezeichen an das nächste reihte.

Beispiel 1:

"Sellerie" stand auf der Liste. Die beiden waren etwas ratlos und auch meine Frage, ob Knollen- oder Staudensellerie konnten sie nicht beantworten. (Es hätte ja im Zweifel sogar noch welcher aus der Konserve sein können, aber der ist nun eher ein gar nicht so gängiger Artikel.) Ob Knollen oder Stangen wussten sie nicht und haben sich dann spontan für den abgepackten Staudensellerie entschieden. 50:50-Chance auf einen Treffer.

Beispiel 2:

"Parmesan" stand auf dem Zettel. Da gab es wieder die Frage, ob am Stück oder gerieben. Letzterer ist bei uns sehr viel gängiger. Während wir noch rätselten zeigte der größere der beiden auf den geriebenen Edamer weiter oben im Regal: "Da, pack den ein."
Ich erklärte noch, dass das aber kein Parmesan ist, aber er zuckte nur mit den Schultern. "Ist egal." Na, denn …

Auch bei anderen Artikeln war die Liste eher eine grobe Orientierungshilfe, so dass ich kaum weiterhelfen konnte.

Dann sollten sie noch "frischen Basilikum" mitbringen. Ich drückte ihnen einen der Kräutertöpfe in die Hand und lachte: "Das war mal einfach und zum Glück auch eindeutig."

Sie haben den Basilikum letztendlich gekauft, aber nach all dem "egal, passt schon so" war es wirklich erstaunlich dass die Jungs dreimal von mir wissen wollten, ob das auch wirklich, wirklich Basilikum sei. Tzz …

Um im Trend zu bleiben hätten sie einen Topf Petersilie mitnehmen sollen. :-P

Ein leeres Erdbeerglas

Die großen Einmachgläser mit getrockneten Erdbeeren von Frudist (hier im Bild zu sehen), haben nicht nur das Potential für Scherben, was bislang zum Glück nur einmal passiert ist, sondern locken offenbar auch Diebe an.

Deshalb sind die Gläser mit nicht entfernbaren Warensicherungen versehen. Das ist auch im oben verlinkten Beitrag mit dem zerbrochenen Glas zu erkennen.

Bekanntlich sammeln wir das Altglas, das hier im Rahmen unserer Leergutannahme anfällt, seit ein paar Jahren getrennt und führen es dem Glasrecycling zu. Spätestens alle zwei Wochen ist der Behälter voll und wir nehmen ihn mit nach Hause und stellen ihn für die wöchentliche Abfuhr bei uns an die Straße.

Nun lag im Altglas hier im Lager ein solches Erdbeer-Glas. Ines und ich freuten uns, dass jemand dieses wertige Glas offenbar für bepfandet oder vielleicht auch einfach nur zurückbringenswert gehalten hat. Wir haben es dann mit dem restlichen Altglas mitgenommen und bei uns für den privaten Gebrauch durch die Spülmaschine gejagt.

Am nächsten Tag erfuhr ich von einer Kollegin die Wahrheit:

Das Glas hatte kein guter Kunde wieder mitgebracht. Das Glas hat ein schlechter Kunde im Laden geöffnet, den Inhalt in eine mitgebrachte Tasche umgefüllt (mutmaßlich, gegessen wird die Menge niemand so schnell haben) und das Glas dann dort einfach im Laden stehen gelassen. Kurz: Der Inhalt wurde geklaut.

Die Videoaufzeichnung half leider auch nicht weiter.

Ein weiterer Eintrag, den ich unter "kaum zu fassen" verbuche …